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Vergangenen Freitag stand wieder einmal ein Highlight auf dem Übungsplan der Löschgruppe Dirmerzheim, das vorerst letzte für das Jahr 2010. Traditionell kurz vor der Umstellung der Uhr auf Winterzeit findet die Jahresabschlussübung statt. Noch einmal eine besondere Übung, bevor es ab November mit der theoretischen Ausbildung weiter geht. Praktische Übungen werden dann witterungsbedingt lediglich noch quartalsweise durchgeführt. Aber genug der Vorrede.
Zunächst wurde lediglich der Malteser Hilfsdienst mit dem Stichwort „Unfall 2- Straße / gestürzter Zweiradfahrer“ alarmiert. Nach der ersten Erkundung und Sichtung durch den ersteintreffenden RTW wurde Großalarm ausgelöst, das Stichwort auf Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen erhöht.
Einsatzleiter Dirk Schmidt fand bei Eintreffen der Feuerwehr ein katastrophales Szenario vor. Ein vollbesetzter PKW mit jungen Leuten war nach einer Kollision mit einem entgegenkommenden Motorrad gegen ein Brückengeländer geprallt. Die vier Insassen des PKW waren schwer verletzt und im Wrack eingeklemmt. Die Motorradfahrer wurden von Ihrer Maschine geschleudert und schwerstverletzt. Ein Nachfolgender Transporter konnte gerade noch ausweichen, verlor jedoch einen Teil seiner Ladung. Dabei handelte es sich um zum Teil um toxische für die Umwelt gefährliche Stoffe. Vom Unfallgeschehen geschockt saßen drei weitere Personen im Fahrgastraum des Transporters.
Der MHD, inzwischen mit weiteren zwei Rettungsmitteln und dem Gerätewagen Sanitätsdienst vor Ort übernahm die Erstversorgung der Patienten. Die geschockten Personen aus dem Transporter wurden rasch unter Eigenschutz durch die Feuerwehr aus dem Fahrzeug gerettet und umgehend dem Rettungsdienst zur Betreuung übergeben. Derweil wurde eine Verletztenablage eingerichtet.
Parallel hierzu lief die Rettung der Eingeklemmten an. Der Rüstwagen wurde in Stellung gebracht, die Einsatzstelle ausgeleuchtet, eine erste Zugangsöffnung für den Rettungsdienst wurde geschaffen. Während Schere, Spreizer, Rettungszylinder und CO in Bereitstellung gebracht wurden, kümmerte sich der innere Retter um die Verletzten und der Brandschutz mit zwei von einander unabhängigen Löschmitteln wurde sichergestellt. In Absprache zwischen OrgL, dem Einsatzleiter der Feuerwehr, sowie dem für die Personenrettung zuständigen Gruppenführer, wurde die Reihenfolge der zu rettenden Personen festgelegt.

Zeitgleich wurde ein Einsatzabschnitt Gefahrgut aufgemacht. Eine Gruppe fokussierte die Gefahrenquelle Transporter. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt. Ein Trupp im Chemikalienschutzanzug ging zur Stofferkundung vor. Lediglich ein Gebinde war leck geschlagen. Ca 100ml einer reizenden Flüssigkeit waren auf die Ladefläche gelaufen. Der Kanister wurde aufgestellt, der Ausfluss damit gestoppt. In unmittelbarer Umgebung befanden sich Kanister und Fässer mit Bleiverbindungen. Gott sei Dank waren aber alle weiteren Gebinde unbeschädigt.- Glück gehabt. Somit wurde der Bereich durch einem Trupp in Bereitstellung gesichert, eine Fachfirma zur Entsorgung angefordert.
Derweil war die Menschenrettung aus dem PKW in vollem Gange. Es knackte und knirschte, mit Schere und Spreizer befreite der Angriffstrupp nach und nach die Eingeklemmten und übergab sie dem Rettungsdienst.

Geschafft, endlich hieß es „Übungsende – zum Abmarsch fertig“
Im Anschluss an die Übung wurde bei einem kleinen Snack die Nachbesprechung durchgeführt. Man war sich einig, die Zusammenarbeit zwischen MHD und Feuerwehr war reibungslos, das Übungsziel wurde auf ganzer Linie erfüllt. Und ganz nebenbei hat es auch noch Spaß gemacht.
An dieser Stelle gilt es noch einigen Leuten zu danken, ohne die diese komplexe und anspruchsvolle Übung nicht möglich gewesen wäre.
Ein herzliches Danke an die Autoverwertung Cremer für die Bereitstellung des Unfallwagens, vielen Dank auch an Zweirad Henniger für das Unfallmotorrad. Vielen Dank an das Autohaus Conrad für die Leihe des PKW-Anhängers.
Dankeschön - ohne Ihr Engagement wäre diese Übung nicht möglich gewesen.
Wir danken Reiner Radermacher vom Malteser Hilfsdienst Erftstadt für das professionelle „Schminken“ der Verletzten. Außerdem Sebastian Roden, ebenfalls vom MHD für die Unterstützung in der Vor- und Nachbereitung der Übung. Vielen Dank auch an die Kameraden der Löschgruppe Liblar für die Bereitstellung des RW 2 nebst fachkundiger Besatzung.
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